FC Bayern – Ding Dang Dong | KEIN EINZIGER SPIELER DER BAYERN KÄME BEI LIVERPOOL DRAN

Deutschland hat den Chexit vollzogen. Den Austritt aus der Champions League. Dortmund, Schalke und der FC Bayern – alle im Achtelfinale ausgeschieden.

FC Bayern – FC Liverpool | 1:3 (1:1)

München, Allianz Arena, 13.03.2019

Gegen drei englische Teams. Tottenham, ManCity und Liverpool zeigten den Bundesligisten ihre Grenzen auf. Sie waren nicht nur als „Mannschaften“ stärker – sondern auch, was das Können der einzelnen Kicker betraf. Nie wurde dies in dieser Saison deutlicher als in der 2. Spielhälfte des Bayern-Liverpool-Rückspiels in München. Würde Jürgen Klopp irgendeinen Akteur des FCB-Kaders in seinem Team aufstellen? Oder um das gleiche noch brutaler auszudrücken: Würde irgendein Spieler des FC Bayern bei den Reds „drankommen“.

FUSSBALL IST DING, DANG, DONG.
ES GIBT NICHT NUR DING.

(Kick-Philosophie des einstigen FC Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni)

Die aktuelle FC Bayern-Kolumne
von Jupp Suttner

So fällt der Vergleich Bundesliga/Premier League eben gnadenlos aus. Geld schießt nun mal mehr Tore, Geld dribbelt nun mal besser, Geld köpft nun mal genauer. Der FC Bayern wird deshalb in seine nahe Zukunft viel, viel Geld investieren – die einzige Chance, um wieder Anschluss zu finden. Sollte irgendjemand im FCB-Präsidium, -Vorstand oder -Aufsichtsrat diese Maßnahme bisher für unnötig gehalten haben – seit Mittwochabend dürfte selbst dem letzten Zauderer bewusst geworden sein, dass es nun finanziell zu handeln gilt, um 2020 wenigstens das Viertelfinale zu erreichen.

Nur wenige Stunden nach dem Tedesco-Desaster bei Manchester City kursierte im Netz die Erkenntnis „Hätte damals Schalke auf John Lennon geschossen, so wäre er heute 78“. Jemand schrieb darunter: „Das ist lustig“. Und fügte nach der Bayern-Niederlage gegen Liverpool 24 Stunden später hinzu: „DAS ist NICHT lustig“. Denn wenn Schalke untergeht – bitteschön. Eine Gelsenkirchener Angelegenheit. Doch wenn der FC Bayern auf Grund sinkt – dann herrscht Alarmstufe Rot in ganz Schland. Selbst Bayern-Hasser drücken international den Münchnern heimlich die Daumen, wenn niemand hinguckt.

Vor dem Spiel ließ der Mia san mia-FCB mittels einer riesigen Choreographie die Worte PACK MAS verkünden. Auch auf Zehntausenden von roten Ratschen war der Slogan aufgedruckt. Er gilt nun in punkto Neuaufbau expliziter denn je. Pack mas. Oder um es mit der berühmten Devise von Oliver Kahn auszudrücken: „Weiter, immer weiter“.

Wie gut, dass Kahn bald kommt.

Jupp Suttner

DING (super): Dass man sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren kann.

DANG (auch nicht schlecht): Dass man wenn schon nicht den CL-, so doch immerhin noch den DFB-Pokal gewinnen kann.

DOOOOOONG (beruhigend): Dass gegen Mainz am Sonntag Kimmich und Müller wieder spielen können.

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