FC BAYERN – DING/DANG/DONG: ADVENT, ADVENT – DER STRAFRAUM BRENNT!

FUSSBALL IST DING, DANG, DONG.
ES GIBT NICHT NUR DING.

(Kick-Philosophie des einstigen FC Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni)

 

FC Bayern-Bayer 04 Leverkusen 1:2 (1:2)

 

ADVENT, ADVENT – DER STRAFRAUM BRENNT!

 

Advent, Advent, der Strafraum brennt!.Doch immer wieder gelang es Bayer 04 Leverkusen zu löschen – und vermochte der FC Bayern dadurch nicht den Ausgleich zum 2:2 erzielen. Sondern kassierte stattdessen eine bittere (Goretzka: „Kläglich, wie wir uns angestellt haben!“) Niederlage: 1:2 – und der Hansi-Hype ist vorerst vorbei.

Bis Weihnachten, so der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge im Laufe der vergangenen Woche, würde man den Christbaum gerne von oben, von der Spitze aus, betrachten können. Doch seit der Samstags-Pleite gegen Leon Bailey (2 Treffer) und Kevin Volland (beide Vorlagen für Bailey) turnt man vorerst einmal auf irgendwelchen Zweigen weiter unten herum.

Dabei „kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, so Bayern-Cheftrainer Hans-Dieter Flick, „was Einsatzfreude und Kreativität betrifft. Wir haben alles versucht, sind jedoch mit unseren Chancen leichtfertig umgegangen.“ Tagessieger Peter Bosz, der Bayer-Coach: „Wir haben diese Saison schon gegen Juventus Turin und Atletico Madrid gespielt – aber nie waren wir so unter Druck wie heute gegen den FC Bayern!“ Fakten-Beweis:

74 % Ballbesitz der Münchner

21:11 Torschüsse

38:8 Flanken

415:123 Pässe in der gegnerischen Hälfte

12 Glanzparaden des finnischen Bayer-Keepers  Lukas Hradecky

3 x Aluminium

Doch nur 1 Tor (Müller)

„Es ist ärgerlich“, ärgerte sich Flick bei der Pressekonferenz, „wenn man so viele Chancen hat und dann als Verlierer vom Platz geht.“ Und zwar deshalb als Loser, weil die Leverkusener „eindrucksvoll gezeigt haben, was für einen Speed nach vorne sie haben.“ Und wenn man dann „so hoch wie wir verteidigt und du dann einen, zwei oder gar drei Meter weg bist vom Mann und keinen Zugriff hast – kannst Du einen Angriff nicht unterbinden.“

Genau. Und 04 hätte frappierender Weise noch mehr Treffer erzielen können. „Manu hat uns zwei Mal gerettet.“ Was auch Bosz so sah: „Wir hatten zwar sehr, sehr viel Glück heute. Aber wir hätten auch ein drittes Tor machen können.“ Und tröstete Hansi Flick: „Ich kann mit ihm mitfühlen. Uns ging es in den letzten Wochen mehrmals so wie den Bayern heute…“

Zu sieben Eigentoren hat Bayer Leverkusen seine Gegner im Verlauf der bisherigen Saison verleitet – und dem FC Bayern hätte es sicher geholfen, wenn den Bosz-Boys selbst mal eines gelungen wäre. Doch diesen Gefallen erwiesen sie den Gastgebern nicht.

Die deshalb freilich noch längst nicht die Ambitionen auf den Titel verloren haben. Drei Minuten – maximal – nach Abpfiff skandierte die Südtribüne ihr an diesem Abend nicht mehr triumphales, sondern eher trotzig tönendes Lied: „Deut-scher-Meister wird nuuuur, der FCB, nuuur der FCB…“

Die Partie vom nächsten Samstag bei Borussia Mönchengladbach wird vielleicht schon zeigen, wie viel Wahrheitsgehalt in Gesängen steckt.

Jupp Suttner

DING (super): Dass trotz der Niederlage gegen Leverkusen die Bundesligaspitze nicht fernrohrweit entfernt ist.

DANG (auch nicht schlecht): Dass der Ehrenpräsident jetzt eine eigene „Uli Hoeneß-Lounge“ besitzt.

DOOOOOONG (beruhigend): Dass der FC Bayern immer noch aus eigener Kraft Deutscher Meister werden kann.

 

 

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