Der FC Bayern ist noch weit entfernt vom FCB mit Eiern

Der FC Bayern ist noch weit entfernt vom FCB mit Eiern

Samstag, 10. 11. 2018, 18.30 Uhr Auswärts-Spiel bei Borussia Dortmund by Jupp Suttner E twas Besseres konnte dem FC Bayern nicht passieren – als diese Dortmund-0:2-Niederlage bei Atletico Madrid. Denn jene Pleite in Spanien, mögen manche Münchner mutmaßen, hat vielleicht das Selbstbewusstsein des BVB auf Normalmaß gestutzt. Und mit Normalmaß könnte der FCB mithalten. Schließlich gilt im Sport der starke Glauben an sich selbst als unabdingbar, um zu siegen. Siehe Atletico. Bereits vor dem Match in Madrid hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bezüglich des Gegners gebangt: „Die sind bestimmt immer noch wütend.“ Weil sie in Dortmund mit 0:4 unter die Räder geraten waren. Zorc erwies sich als guter Prophet, Atletico Madrid hätte an diesem Abend genauso gut Adrenalin Madrid heißen können. Sie traten an mit dem, was auf der iberischen Halbinsel cojones heißt. Jene fordert beim FC Bayern nach einst Olli Kahn („Eier, wir brauchen Eier“) nunmehr Joshua Kimmich: Es sei notwendig, so der Rechtsverteidiger am Tag vor dem Aufeinandertreffen mit Athen. dass man „ich sag jetzt mal, mit Eiern ins Spiel geht.“ Bedauerlicherweise geriet die Champions League-Partie dann jedoch zu einer Oster-Partie: der FCB hatte offensichtlich seine Eier versteckt. Denn trotz 2:0-Erfolg handelte es sich um ein im bajuwarischen Sprachgebrauch „Topfen-Spiel“ genanntes Gelangweile ohne Pfiff, Schwung, Gier, Lust und Temperament. Ob die Bayern aus diesem uninspirierten Kick tatsächlich Selbstvertrauen beziehen können, um am Samstagabend gegen den Spitzenreiter in NRW zu bestehen – darf heftigst bezweifelt werden. Und Dortmund-Sportdirektor Zorc kann beruhigt über den FCB konstatieren: „Die sind garantiert nicht wütend.“ Sondern momentan eher lätschert, verunsichert und zaghaft. Der FC Bayern ist noch weit entfernt vom FCB mit Eiern. Jupp Suttner[/vc_column_text]
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Auf den Spuren des FC Bayern

Die Kolumne zu den Auswärtsspielen des FC Bayern München
von Chefredakteur Jupp Suttner

Der FC Bayern ist noch weit entfernt vom FCB mit Eiern

Samstag, 10. 11. 2018, 18.30 Uhr Auswärts-Spiel bei Borussia Dortmund

by Jupp Suttner

E twas Besseres konnte dem FC Bayern nicht passieren – als diese Dortmund-0:2-Niederlage bei Atletico Madrid. Denn jene Pleite in Spanien, mögen manche Münchner mutmaßen, hat vielleicht das Selbstbewusstsein des BVB auf Normalmaß gestutzt. Und mit Normalmaß könnte der FCB mithalten. Schließlich gilt im Sport der starke Glauben an sich selbst als unabdingbar, um zu siegen.

Siehe Atletico. Bereits vor dem Match in Madrid hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bezüglich des Gegners gebangt: „Die sind bestimmt immer noch wütend.“ Weil sie in Dortmund mit 0:4 unter die Räder geraten waren. Zorc erwies sich als guter Prophet, Atletico Madrid hätte an diesem Abend genauso gut Adrenalin Madrid heißen können. Sie traten an mit dem, was auf der iberischen Halbinsel cojones heißt.

Jene fordert beim FC Bayern nach einst Olli Kahn („Eier, wir brauchen Eier“) nunmehr Joshua Kimmich: Es sei notwendig, so der Rechtsverteidiger am Tag vor dem Aufeinandertreffen mit Athen. dass man „ich sag jetzt mal, mit Eiern ins Spiel geht.“

Bedauerlicherweise geriet die Champions League-Partie dann jedoch zu einer Oster-Partie: der FCB hatte offensichtlich seine Eier versteckt. Denn trotz 2:0-Erfolg handelte es sich um ein im bajuwarischen Sprachgebrauch „Topfen-Spiel“ genanntes Gelangweile ohne Pfiff, Schwung, Gier, Lust und Temperament. Ob die Bayern aus diesem uninspirierten Kick tatsächlich Selbstvertrauen beziehen können, um am Samstagabend gegen den Spitzenreiter in NRW zu bestehen – darf heftigst bezweifelt werden. Und Dortmund-Sportdirektor Zorc kann beruhigt über den FCB konstatieren:

„Die sind garantiert nicht wütend.“

Sondern momentan eher lätschert, verunsichert und zaghaft. Der FC Bayern ist noch weit entfernt vom FCB mit Eiern.

Jupp Suttner

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